Wie ist das mit den Schmetterlingen?

Flapp Flapp ;-)
Sorry, musste jetzt sein - bitte liebes Libellchen, nicht bös sein, aber passte grad so gut *lach*

Ich hatte es irgendwann schon mal erwähnt - das, was ich bei meiner Quartalsbeziehung von Beginn an vermisst hatte - waren sie - die Schmetterlinge - es war geiler Sex - es war eine befriedigende Zeit - aber eben "nur" körperlich.

Und vor Kurzem ist es mir bewusst geworden - die mentale Befriedigung war voll auf der Strecke geblieben - aber ich brauch die - wenn ich nicht verliebt bin, dann ist das Leben nur halb so strahlend, als wenn eben die Schmetterlinge fliegen - und im Garten herum tollen :-)


Natürlich grad mal metaphorisch gemeint - aber dieses "flaue Gefühl" im Bauch - das nichts Essen können aber auch nicht hungrig sein - nicht nach Nahrungsmitteln - das angenehme flaue Gefühl im Magen - so, als ob die Ameisen krabbeln würden - die Sehnsucht nach einem bestimmten Menschen - und das - bei mir - unabhängig davon, ob dieses Gefühl auch erwidert wird - oder nicht - ich brauchs - für mich ;-)

Und es ist mir wichtiger, als wenn ich einen TraumMann real an meiner Seite habe, der aber nicht wirklich mich "sieht" - der mir körperliches Neuland offenbart - Höhenflüge ermöglicht - aber wenn ich "zurück komme", nix da ist, was mich mental "fordert".

Ja - irgendwann will ich beides - irgendwann - und beides von der gleichen Person - aber es war jetzt mal wichtig, das zu erkennen - auf der einen Seite das Körperliche, was mir schon auch "was gab" - aber letztendlich weniger als wenn eben "nur" die Schmetterlinge fliegen, auch, wenn sie nicht landen dürfen - trotzdem ist mir mein aktueller Zustand wesentlich angenehmer wie die drei Monate, wo man(n) mich so sehr umklammerte, dass es mir die Luft nahm.

Ich erinnere mich an die Zeit meiner letzten Scheidung - naja, bei drei kann frau sie schon durchnummerieren - oder eben sonst wie katalogisieren ;-)

Da hatte ich vorher einen tollen Mann kennen gelernt - einen Künstler, bei dem ich nicht mal im Traum damit gerechnet hatte, dass er mich überhaupt wahr nimmt.

Und nach der Scheidung gab es mal ne Situation, wo ich nach einem Wiedersehen voll ent.täuscht war über seine kühle Höflichkeit, die ganz anders war als seine Herzlichkeit, die er an den Tag gelegt hatte - mir gegenüber - solange ich noch verheiratet war.

Ich hatte mir damals das erste Mal die Freiheit genommen, diese meine EntTäuschung ihm gegenüber auch wirklich an zu sprechen - er hatte sich daraufhin vielmals entschuldigt und mir auch plausibel erklärt, warum er genau zu dem Zeitpunkt genau so "unterkühlt" war.

Und er hats "wieder gut gemacht" ;-) Wir hatten über geraume Zeit immer wieder lange und angenehme Telefonate - sahen uns auch öfter - und sie waren immer dabei - von meiner Seite - die Schmetterlinge.

Irgendwann wars mir dann aber auch klar, dass dieser Mann nie "mir allein gehören würde" - aber es hielt mich nicht davon ab, ihn weiterhin zu bewundern - und viel für ihn zu tun, wo andere schon meinten, wozu ich mir das geben würde., wo ich doch wisse, dass er nie mit mir zusammen sein werde.

Aber es war einfach nur schön, immer wieder einige Zeit mit ihm gemeinsam zu verbringen - seine Nähe zu geniessen - mit ihm zu flirten - mich an ihn zu lehnen - und trotzdem zu wissen, dass da nie mehr sein würde als genau das.

Ich sehe ihn zwischenzeitlich seltener - aber wenn wir uns sehen ist da noch immer diese Nähe und Intimität - die vielsagenden Blicke - die kurzen Berührungen - das gibt mir mehr als mir ein echtes Verhältnis mit ihm gegeben hätte.

Aber er hat sich mir geöffnet - seine innersten Hoffnungen und Sehnsüchte vor mir ausgebreitet - mir auch von seinen sexuellen Neigungen erzählt - und - wir hatten damals auch ausgesprochen, dass seine Vorstellungen nicht mit dem zusammen passen, was ich möchte - und letztendlich haben wirs bei dem besagten Zustand belassen - wir sind "nur" Freunde - und doch sind wir mehr.

Er wusste und weiß, dass ich mich in ihn verknallt hatte - er weiß auch, dass ich "eigentlich" eine starke und selbstbewusste Frau bin - aber bei ihm darf ich der ihn anhimmelnde Teenager sein - nur für uns zwei - die Außenwelt merkt es großteils nicht mal - es ist "unser Spiel" - und es ist einfach nur schön.

Wobei - er ist nicht der einzige Mann, bei dem ich das schon seit geraumer Zeit geniessen kann und darf - und das ist etwas, was mir in den letzten Tagen so richtig bewusst wurde - ich brauche einen Menschen, zu dem ich - in irgend einer Form - aufschauen kann - den ich für irgendwas, was er tut - bewundern kann.

Und das war schon immer so:

  • Mein 1. Ex war beim Bundesheer - so zwegen Uniform und überhaupt
  • Mein 2. Ex war Leiter der Betriebswirtschaft einer großen Firma
  • Mein 3. Ex war Unternehmensberater und veröffentlichte grad sein 1. Buch

Ich konnte zu allen 3 "aufschauen" - als ich sie kennen lernte - und ich nahm viel in Kauf, um dieses Gefühl aufrecht zu erhalten.

Ja, es ist mir - jetzt - auch bewusst, dass ich mich lange Zeit selbst belogen hatte - indem ich auf die Finanzen schaute, mich bemühte, dass wir immer halbwegs über die Runden kamen - und ich in den letzten beiden Fällen den Schein viel länger aufrecht erhielt als es nötig gewesen wäre.

Nein - ich habe kein Problem damit, wenn man(n) sich mir gegenüber schwach zeigt - ich hab nur ein Problem damit, wenn er zum wimmernden Säugling wird, der allein lebensunfähig ist. Leider habe ich aber anscheinend die Gabe, genau das aus meinen EheMännern zu machen - mehr oder weniger - zumindest aus den letzten beiden.

Nein - ist nicht ganz so bös gemeint, wies da jetzt da steht - aber ich wollt die Tendenz etwas überzeichnen, damits vielleicht auch halbwegs so "rüber kommt", wie es mir grad nachhaltig bewusst wird.

In 2. Ehe hab ich mich, so ziemlich bei der Hälfte der gemeinsamen Zeit, damals selbständig gemacht - und hatte ab dem Zeitpunkt weniger Zeit, auf seine Bedürfnisse in Bezug auf seine Hobbys, ein zu gehen - und er nahm es aber geduldig zur Kenntnis - und war einfach von einer Sekunde auf die andere nicht mehr der "starke Mann an meiner Seite", sondern der willige Begleiter, der neben mir her trottete.

Und auch mein starker und selbstbewusster Unternehmensberater entpuppte sich letztendlich als Mamasöhnchen, welches panische Angst davor hatte, irgendwann mal selbständig werden zu müssen in Form von - mit 60 endlich mal allein zu leben - und sein Leben selbst und allein auf die Reihe zu bekommen.

Im Prinzip war meine Quartalsbeziehung von Beginn an so, dass ich verzweifelt nach etwas suchte, was ich an ihn bewundern konnte - ich fand die ganzen 3 Monate nichts - also nichts, was er jetzt noch aktiv praktizieren würde.

Genau die Erkenntnis hatte ich grad vorher, in der Badewanne liegend - ich möchte keine Beziehung mehr, weil ich nicht mehr erleben möchte, dass ein Mann, den ich auf einen Stockel gestellt hatte, um ihn zu bewundern - diesen freiwillig verlässt, um sich als Mamasöhnchen zu präsentieren.

Na klar hats mit meinem Vater zu tun - ich habe ihm Zeit seines Lebens die Bewunderung versagt, die er sich verdient hätte. Leider habe ich diese Bewunderung und WertSchätzung erst kurz vor seinem Tod aufbauen können.

Nur eins ist jetzt auch klar - ich brauch nicht unbedingt einen Menschen an meiner Seite, zu dem ich "aufschauen" können möchte - ich hab jetzt meinen Vater, dessen Leistung ich wertschätzend anerkennen kann - aus tiefster Überzeugung.

Dieser Umschwung kam vor ca. 5 Jahren, als zum 50. Jubiläum der Erstbesteigung des Haramosh der damals von ihm gedrehte Film digitalisiert - und im Gartenbaukino in Wien - als Welturaufführung beim BergFilmFestival der Natrufreunde - aufgeführt wurde.

Damals sass ein uralter Mann hinter mir und meiner Tochter, der ganz bewundernd erzählte, dass er diesen tollen Mann persönlich kennen würde - und ich schaute diesen Mann an und mir wurde bewusst, dass fremde Menschen meinen Vater - und seine Leistungen - wesentlich mehr wertschätzten, als ich es tat.

Und eins hab ich damals auch begonnen - meine eigenen Leistungen nicht mehr kleiner zu machen als sie vom Gros der Menschheit wahrgenommen werden. Ich habe 4 Bücher veröffentlicht - ich hatte schon viel erreicht in meinem Leben - ich hab auch viel verloren - und bin jedes Mal wieder von Neuem aufgestanden und hab mich nicht unterkriegen lassen.

Ich weiß, dass es Menschen gibt, die mich ähnlich bewundern und wert.schätzen, wie es dieser alte Mann meinem Vater gegenüber tat - damals war in mir ein Schalter umgelegt worden - der Schalter, endlich zu beginnen, einfach meinen Vater zu bewundern, statt mir immer wieder EheMänner zu suchen, die das anfänglich wert schienen.

Aber ich darf trotzdem weiterhin Männer bewundern, die es wert sind - und auch bleiben - die nicht zum weinerlichen Mamasöhnchen werden, sondern sich mir als Art Coach öffnen - und daher auch nie als potentielle Partner in Frage kommen - weil eins ist sicher - ich will mich nie wieder um einen EheMann kümmern müssen - an Mutter Stelle :-)

Von daher - nein danke - keine Beziehung im klassischen Sinn mehr - da war jetzt eben diese Quartalsbeziehung das abschreckendste aller bisherigen Beispiele - weil der von der ersten Sekunde an so klammerte, wie die beiden LetztExen zu dem Zeitpunkt, als ich ihnen sagte, dass ich gehen würde.

Was hätte ich gerne statt dessen - weiterhin permanente Schmetterlinge - und so oft es geht unterschiedlich bunte und lebensfrohe - aber nicht im Haus eingesperrt, sondern ihnen beim frohen Schweben zuschauen - ihnen vielleicht ab und zu ein Blümchen zum vernaschen anbieten - aber ich möchte nie wieder einen - auf Dauer - wirklich "ganz bei mir" haben (müssen) :-)

Also Schmetterling - mein ich *lach*

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