Wert.Schätzung

Noch ein "grosses" Thema am frühen Morgen - aber hat mich wieder mal ne Nacht lang nachhaltig beschaftigt - einerseits in Hinblick auf - was macht es in einem Team für einen Unterschied, ob gegenseitige WertSchätzung da ist - und andererseits auch - wie wirkt der - mehr oder weniger - wert.schätzende Umgang zwischen Dienstleistern und Klienten/Kunden.

Ausserdem wars auch eines der Hauptthemen des 4-tägigen Seminares, welches ich vorige Woche geniessen durfte. Da wurde mir ziemlich bald bewusst, dass ich gar nicht so "komisch" bin, wie ich befürchtet hatte.

Ich war ja jetzt 14 Jahre lang eher fast nur allein in Bezug auf Beruf - schon immer wieder mal als Wifi-Trainerin mit Kolleginnen gemeinsam - oder eben meinem Ex die Büroarbeit machend - aber da war nie wirklich jetzt so eine tägliche Teamarbeit in beruflicher Hinsicht notwendig.

Und jetzt hab ich ja seit 3.8. einen unselbständigen Job - und da gabs von Beginn an ein paar Kleinigkeiten, wo ich einfach davon ausging, dass ich möglicherweise zu empfindlich re.agiere - und von daher es auch gar nicht so sehr beachtet hatte.

Bis jetzt - wo auf einmal zB die Meldung kam - wir sind doch alle erwachsene Menschen - und haben es daher nicht nötig, von Kolleg.innen als zB Mädel bezeichnet zu werden. Und ich wurde schlagartig hell.hörig, denn genau das war einer der Punkte, die mich nachhaltig stören:+

Wenn jemand - vor allem auch, wenn diese.r jemand vielleicht sogar noch jünger ist als ich - glaubt, mich als Mädel bezeichnen zu müssen - daran ist sogar schon mal ne Liebesbeziehung gescheitert, weil ich das einfach nicht mag - und derjenige es einfach nicht aktzeptieren konnte, dass ich als gleich.wertige Partnerin gesehen werden möchte.

Wobei - da gehts generell auch um Bevormundung und ein "mich retten wollen" - in den meisten Fällen, obwohl ich niemanden den definitiven Auftrag dazu gegeben habe. Das widerstrebt mir persönlich einfach ganz nachhaltig.

Und das führt mich jetzt auch wieder zur Wert.Schätzung - ich schätze jemanden sicher nicht als gleich.wertig, wenn ich ihn als "Mädel" oder "Junge" tituliere - schon gar nicht, wenn mir derjenige kommuniziert, dass sie/er das nicht mag.

Ich gebs zu, ich sag auch manchmal "Hej Mädels" oder "Hej Jungs" - speziell im Internet oder auch in gemütlichen Runden - aber ich achte auch auf die Re.aktionen der Betroffenen - und wenn die ablehnend re.agieren (sie brauchens nicht mal sagen, oftmals sprechen eh Blicke mehr als tausend Worte) dann verkneiffe ich es mir in Zukunft.

Aber gibt auch penetrante "Besser.Wisse3r", die einfach davon ausgehen, weil sie selbst gerne als Mädel oder Junge angesprochen werden würden - ich lass jetzt mal hintenan gestellt, was die systemischen Hinter.Gründe dafür sein könnten - muss das jede.r andere auch wollen - und wenn nicht, dann wird sie/er eben so lange damit zwangs.beglückt, bis sie/er sich damit abfindet, dass es nun mal so zu sein hat.

Da fällt mir noch ein zweites Thema ein, welches mich in den letzten Tagen immer wieder mal beschäftigt - dass jeder Mensch zu allererst mal von sich auf andere schliesst. Klar, tu ich auch - aber mir ist es wenigstens bewusst, dass es dann nicht so sein muss, wie es für mich wäre.

Führt jetzt auch manchmal zu etwas heftigeren - also in meiner Defintion von "für mich hefrtig", weil ich ja meist eine eher ruhige und ausgeglichene Zeitgenössin bin - Diskussion über manche Themen.

Wobei es mir eben auch jetzt grad in dem Intensiv.Coaching.Seminar bewusst wurde, dass ich sehr wohl dazu stehen sollte, dass es für mich einfach so ist - und eben nicht "des lieben Friedens" willen eben wieder mal akzeptiere, dass andere Menschen eben anders denken - und ich das nicht so eng sehen sollte.

Wenn wer glaubt, mir auf die Zehen treten zu müssen - eben grad, indem er mir ihre/seine eigene Denkweise unterstellt - dann sollte sie/er sich nicht wundern, wenn ich auch mal etwas forscher meinem Fuß weg ziehe - und sie/er dadurch vielleicht sogar mal nachhaltig ins Straucheln gerät.

Andererseits ist es natürlich auch wieder voll spannend, so klar und deutlich zu erkennen, wie mein Gegenüber denkt und fühlt, weil wenn eben "Vorwürfe" jetzt irgendwie für mich nicht nachvollziehbar sind, dann ist es für mich spannend, zu erkunden, wie diese Person auf diese Vorannahmen kommt, die sie mir unterstellt.

Hat jetzt vielleicht nicht mehr unbedingt direkt was mit Wert.Schätzung zu tun - andererseits schon auch wieder, weil wenn ich eine sozusagen "negative" Denkweise habe - und diese meinem Gegenüber unterstelle - dann kann ich es höchstwahrscheinlich auch nicht wirklich wert.schätzen, wenn der ganz anders denkt als ich vermuten würde.

Und wieder beisst sich mal die Katze in den Schwanz - und ich mach mal wieder Schluss für jetzt und mach mich für den Fest.Brunch des 10-jährigen Bestehns des Bildungs- und Kulturvereins Grafenbach-St. Valentin zurecht.

Irgendwie ist auch grad das Monat der Festivitäten - vorigen Mittwoch 40 Jahr-Feier Wifi Neunkirchen - heute 10 Jahre BuK - Oktober dürft ein gutes Monat für Neues sein.

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