Deja Vu

Boah - echt krass - ich hab mir heut früh überlegt, einen bestimmten Beitrag hier zu schreiben - und dann kam ich auf die Idee, dass ich hier in meinem Blog mal nach den Begriffen suche, über die ich schreiben wollte - und siehe da - eigentlich wurde schon alles geschrieben, was ich heute darüber schreiben könnte und/oder wollen würde ;-)



Nein, nicht vor ein paar Tagen oder Wochen - vor Jahren - und ich erinnerte mich an eine Aussage - dass ich es - trotz meiner angeblichen esoterischen Erfahrung - nicht schaffe, mit meiner Vergangenheit abzuschliessen.

Ich hatte ein komisches Bauchgefühl bei dieser Aussage - ja, ich überlegte ernsthaft, ob ich das wirklich tun sollte oder wollte oder müsste. Weil wenn mir jemand etwas "vorwirft" - dann prüfe ich das sehr wohl auf Relevanz für und zu meiner Persönlichkeit.

Also dabei war mir bald bewusst, dass ichs nicht tun werde - weil, meine Vergangneheit macht mich aus - mein "so sein, wie ich eben mal bin" - macht mich zu dem Menschen, zu dem ich mich ent.wickelt habe - und prägt mich in jeder Faser meines Seins.

Allerdings gehe ich auch davon aus, dass nichts geschieht,was nicht irgendeinen Sinn und eine Relevanz in meinem Leben hat - und daher beschäftigte mich genau diese Aussage seit einiger Zeit - was genau will sie mir eigentlich sagen - also nicht vordergründig - da war sie klar - aber was könnte sie für mich bedeuten?

Doch zurück zu grad eben - vorher - unter der Dusche - und danach dann hier im Blog nach ein paar Begriffen gesucht.

Also ich empfinde mich - und sehe mich - als eine Person, der andere Menschen wichtig sind - manche mehr - manche weniger - aber für mich steht auch immer im Mittelpunkt, dass ich mein Bestmögliches gebe, um andere dabei zu unterstützen, sich weiter zu entwickeln.

Da jeder Mensch anders ist, braucht auch jeder Mensch andere Dinge, um unterstützt und gefördert zu werden. Anders gesagt - ich habe zahlreiche Ausbildungen in unterschiedlichsten Bereichen - und ich wähle spontan, mit welchen "Mitteln" ich bei bestimmten Personen arbeite oder re.agiere.

Mir fällt grad eine ehemalige Chefin ein, die sich zwischen 2 Aufgabenbereichen gespalten fühlte - und dann bewusst sich vorstellte, dass sie einen imaginären Hut abnahm - und einen anderen aufsetzte - wenn sie in den anderen Bereich wechselte.

Für mich war das damals nicht nachvollziehbar - wärs auch heute nicht - weil für mich waren es sehr ähnliche Bereiche - und ich persönlich hätte kein Thema damit gehabt, da hin und her zu switchen.

Damals wurde mir bald klar, dass sie - und das meine ich jetzt nicht abwertend und negativ, mir fällt nur kein anderer Begriff ein, der es so punktgenau bezeichnen würde - sie hatte Scheuklappen - sie blickte nicht über den jeweiligen Tellerrrand - oder auch - sie war eine Fachidiotin.

Das war mir auch in anderen Bereichen immer wieder mal unter gekommen - wenn ich da an meine Teilnahme an Excelkursen denke im vorigen Jahrtausend - der Vortragende war brilliant - in seinem Wissen von Excel - aber er hatte keine Chance, über den ExcelTellerRand raus zu denken.

Das, was er dabei gelernt hatte - das, was er sich dabei an Erfahrung angesammelt hatte - war wirklich viel und gut - aber er hatte nie auch mit Word gearbeitet - oder sich auch nur peripher dafür interessiert, ob es Arbeiten gäbe, die mit einem anderen Programm effektiver und effizienter gelöst werden könnten.

Ja - ich verdanke ihm viel - weil er war der Auslöser dafür, dass ich 1993 meine erste TrainerInnenAusbildung machte - ohne ihn wäre ich nie auf die Idee gekommen, dass ich mich als Trainerin betätigen könnte.

Aber als er damals erklärte, einen Dienstzettel für die Mitarbeiter (s)eines Unternehmens würde er in Excel schreiben und wenn er dann einen Verweis erstellt, bräuchte er nur jeweils die eine Personalnummer eingeben - und der eine Dienstzettel würde richtig ausgefüllt.

Ja - ging und geht - aber ich dachte damals an die zweite Firma, in der ich arbeitete - mit tausenden von MitarbeiterInnen - und stellte mir vor, wie lange ich brauchen würde, jede einzelne Personalnummer einzugeben, um einzelne Zettel aus zu drucken.

Es sah meinen mehr als zweifelnden Blick und fragte mich, was mich daran stören würde - und ich sagte ihms - und er meinte - in einer absolut überheblichen und zynischen Art - wenn ich so genau wüsste, dass es mit einem Serienbrief in Word effizienter umgesetzt werden könnte, dann würde ich das es sicher auch der Gruppe zeigen und erklären können.

Machte ich - nach der Pause - stellte mich vorne hin - obwohl ich nicht vor Gruppen sprechen konnte - und erkärte es ihm und den anderen Teilnehmern - einfach so - weil ichs ständig machte - und alle verstanden es - mein erster Auftritt als Trainerin - der allerdings nicht als solcher deklariert war.

Und heute suchte ich eben hier nach Themen, über die ich gerne schreiben würde - und fand genau die Texte, die ich schreiben hätte wollen - sie sind schon geschrieben - teilweise schon im ersten Jahrzehnt des aktuellen Jahrtausends - und es hat sich an diesen meinen fundamentalen Einstellungen nichts geändert.

Aber es gab das Aha-Erlebnis - das DejaVu - ich bin flexibel - ich passe mich auch gerne an - wenn ich es als wert empfinde, dies zu tun - aber meine grundsätzlichen Einstellungen und Überzeugungen zu ganz bestimmten Thematiken begleiten mich schon seit Jahr(zehnt)en.

Nein - ich will und werde damit nicht abschliessen - meine Vergangenheit ist die Basis für mein aktuelles Sein - und auch für meine Zukunft - und so lange ein bestimmtes Thema immer wieder in mein Leben zurück kehrt - wird es eine Bedeutung für mich haben - wird es einen Puzzleteil geben, den ich bisher noch nicht sehen konnte - oder eben noch nicht gesehen hatte.

Meine heutige Erkenntnis - ja - jeder Mensch schliesst von sich auf Andere - und ich hatte da noch einen nachhaltigen Denkfehler - ich ging davon aus, nur, weil mir - manche - Menschen wichtig sind und ich daher versuche, ihre ReAktionen einschätzen zu können - um sie mit meinen Aktivitäten nicht zu verletzten - heißt das noch lange nicht, dass andere Menschen auch nur irgendwie ähnlich ticken.

Weil - wenn ich jemanden wirklich wichtig wäre - dann könnte sie/er hier einfach Begriffe eingeben - und würde zahlreiche Statements von mir finden - die eigentlich absolut nichts mit meiner aktuellen Situation und Verfassung zu tun haben - zu tun haben können - weil sie 2013 oder 2009 oder noch früher geschrieben worden sind.

Aber das würde eines voraussetzen - dass es mein Gegenüber wirklich interessiert, wie ich ticke - und nicht nur, wie sie/er das bekommen kann, was sie/er will ;-)

Oder auch, mir die eigenen Vorurteile über zu stülpen, damit ich mit ihren/seinen Überzeugungen beuge - mich in deren Tellerrand reinpressen lasse, um als gleichwertig gesehen werden zu können.

Ich bin anders als manch Andere - und ich bin anderen Anderen aber auch sehr ähnlich - es liegt an mir, mich zu ent.scheiden, mit welchen Menschen ich mich in Zukunft umgeben möchte - und ja, auch das war ein Vorwurf - dass ich mich mit den falschen Menschen umgebe - ja - stimmt auch - vollkommen ;-)

Es ist mir bewusst, dass beides ganz anders gemeint war - aber so, wie es gemeint war, wars für mich nicht stimmig - aber es hat mich trotzdem auch beschäftigt - und mich zu meiner für mich stimmigen Interpretation geführt.

Wer damit nicht leben mag und kann, darf es gerne bleiben lassen - ich war schon immer so - ich bin so - und in diesem Punkt bin ich auch nicht bereit, mich zu ver.ändern - für Nichts und Niemanden.


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